Kapitel 1:  Ich und Felix

Kapitel 14:  Kampf gegen die Hundemafia

Kapitel 19:  Giftköderalarm

Noch ein kleiner Nachtrag

 

Liebe Leserin, lieber Leser. Ich würde mich freuen, wenn Ihnen die Geschichte gefallen hat. Denn Robin, Lara und Danny gab es wirklich, sie haben mich alle ein Stück meines Lebens be­gleitet. Und ich will gerne erzählen, wieso ich Robin zum Helden dieses Romans ernannt habe.

Robin wurde als Scheidungswaise im Internet angeboten. Eine englische Bulldogge, Rüde, zweieinhalb Jahre alt. Als wir diese Anzeige lasen, war meine geliebte Boxer­hündin Buffy gerade einen Tag tot und noch nicht einmal beerdigt. Sicher wundern Sie sich, dass wir da nach einem neuen Hund suchten.

Ehrlich gesagt, ich weiß es selbst nicht, mein Mann und ich waren voller Trauer und wollten ganz gewiss keinen neuen Hund. Doch irgendetwas brachte uns Beide dazu die Anzeigen an Hunden zu durchsuchen. Wir stießen ziem­lich bald auf Robin und ich rief dort an.

Am nächsten Morgen stand ich unter der Dusche und weinte um Buffy. Ich war voller Zweifel, ob es richtig war 300 km zu fahren um eine erwachsene Bulldogge zu holen. Bisher hatten wir ausschließlich Boxer besessen, die wir alle im Welpenalter erworben und selbst groß­gezogen haben.

 

Da hörte ich plötzlich Buffys Stimme in meinem Kopf, die mir sagte:

„Mama, hol den Robin. Er wird Dir gut tun“

 

Also fuhren wir los. Alles war irgendwie seltsam, Robins Herr­chen erzählte nur sehr wenig und ich hatte das Gefühl, der Hund interessiere ihn gar nicht wirklich. Er hatte es eilig und fragte, ob wir den Hund nun wollten und das Geld dabei hätten. Mein Mann wollte eher nicht, auch mir war nicht ganz wohl dabei. Doch ein Blick auf Robin, der so verloren dastand, genügte.

Trotz meiner Zweifel gab ich dem Mann das Geld und er mir die Hundeleine in die Hand. Dann verschwand er ohne zurück­zublicken. Robin stieg ohne Zögern in unser Auto und machte es sich auf der Rückbank gemütlich. Seinem ehemaligen Herrn blickte er nicht einmal nach.

So kam Robin in unsere Familie. Er war kein einfacher Hund, das merkten wir bald. Mit unserem dreibeinigen Danny ver­stand er sich nicht besonders gut, doch meist ignorierten sich die Beiden.

Schlimmer war das sich schnell herausstellte, dass Robin krank war. Er lief immer schlechter und irgendwann be­kam er An­fälle. Er fiel plötzlich bewusstlos um und war dann lange nicht ansprechbar. Wir ließen ihn untersuchen, doch eigentlich war er gesund. Vor einem geplanten CT seines Kopfes ließ ich ihn nochmals untersuchen, denn Buffy hatte mir mitgeteilt Robins Krankheit säße nicht im Kopf, sondern sein Problem läge im Bauchraum. Während der Ultraschalluntersuchung kollabierte er erneut und kam nicht mehr zu sich. Der Tierarzt stellte dann eine große Flüssigkeitsansammlung, vermutlich Blut, im Herz­beutel fest. An genau derselben, eigentlich sehr seltenen Krank­heit, war Buffy gestorben.

Wir ließen Robin nicht wieder aufwachen mit gerade einmal viereinhalb Jahren. Obwohl er uns nur zwei Jahre begleitet hat, hat er doch einen unauslöschlichen Eindruck bei uns hinter­lassen. Leider blieb mir bis heute verborgen, warum Buffy darauf bestand, dass wir Robin in unser Leben holten. Ich habe sie beide schon mehrmals befragt, doch bisher keine schlüssige Antwort erhalten. Vielleicht habe ich sie aber auch bloß nicht verstanden. Tier­kommunikation kann auch manchmal rätselhaft sein.

Zu seinen Lebzeiten hatte Robin es oft abgelehnt, mit mir zu kommunizieren, mir nur hin und wieder brummige kurze Antworten gegeben. Nach seinem Tod änderte sich das, ich konnte lange Dialoge mit ihm führen. Seine ersten Worte nach seinem Tod werde ich nie vergessen:

„Ich danke dir, dass du mich erlöst hast, ich habe diesen plumpen, kranken Körper gehasst. Nun bin ich frei.“

 

Über die Tierkommunikation ermunterte Robin mich zu diesem Roman. Aber er wollte darin nicht krank und schwach sein, sondern so, wie er gerne gewesen wäre. Gesund, kräftig, sport­lich und ein kleiner Held. Ich denke es gefällt ihm, wie ich ihn beschrieben habe.

Dass er mein Schreiben verfolgte bewies er mir öfter. Wenn ich keine Lust hatte spornte er mich an. Und während eines Semi­nars in Tierkommunikation stellte er sich für eine andere Teil­nehmerin als Kommunikations­partner zur Verfügung. Als sie ihn fragte was er gerade tue, zeigte er ihr ein Bild wie er im Wohnzimmer inmitten einer Schar Welpen saß.

Auch ich war verdutzt als sie es erzählte, denn Robin war kastriert, hatte niemals Welpen gezeugt. Bis mir später einfiel, dass ich kurz zuvor die Episode geschrieben hatte, die Robin als stolzen Vater inmitten seiner Welpenschar darstellte.

Anscheinend gefiel ihm diese Vorstellung so gut, dass er sie erzählen wollte.

Ich weiß was ich über Tierkommunikation schreibe, kommt einigen von Ihnen sicher sehr unglaubwürdig vor. Besonders wenn Sie nicht an die Möglichkeiten der Tierkommunikation glauben oder noch nie davon gehört haben.

 

Und da ich ja eigentlich Fantasy-Autorin bin, könnte ich ja alles nur ersonnen haben. Doch ich schwöre Ihnen, alles was ich über Tierkommunikation geschrieben habe ist die reine Wahrheit. Im Roman habe ich die Durchführung jedoch vereinfacht dar­gestellt.

Doch Tierkommunikation funktioniert tatsächlich und ich möchte Sie nochmals ganz besonders auf diese Mög­lichkeit, mit ihrem Tier zu sprechen, aufmerksam machen. Durch Tierkom­muni­kation kommen Sie ihrem Liebling um so vieles näher, besonders wenn es Probleme gibt.

Es gibt inzwischen viele sehr gute Tierkommunikatoren, die gerne und kompetent Gespräche mit ihren Tieren führen. Sie können es aber auch selbst erlernen, es gibt Bücher und Semi­nare dazu. Versuchen Sie es einfach einmal. Sie werden stau­nen, was Ihre Tiere Ihnen zu erzählen haben.